Ergebnisse des Workshops
Die (Alt)stadt ist besser als ihr Ruf!
Bautätigkeit und Interessenlage
Es ist ein wachsendes Interesse an der Altstadt als Wohnstandort festzustellen. Dies zeigt sich an der seit 1999 zunehmenden Realisierung von Einfamilienhäusern; an beispielhaften Erfahrungen von Bauherren, die in der Altstadt gebaut haben sowie an den Ergebnissen einer Umfrage der Stadt zum Thema "Wohnen in der Lutherstadt Eisleben".
Wohnqualität und städtisches Leben
Entgegen ihrem bisherigen Ruf bietet die Altstadt eine besondere Wohnqualität. Sie verbindet in bestimmten Lagen "dörfliche" Ruhe und Grün mit bekanntem Umfeld und kurzen Wegen zu Schule, Arbeit, gesundheitlicher Versorgung, Einzelhandelseinrichtungen, etc..
Die Funktion des Altstadtkerns als Einkaufs- und Erlebnisbereich hingegen sollte ausgebaut und verbessert werden. Hierbei kann die Entwicklung des "Lutherwegs" als Verbindung zwischen den wichtigsten Lutherstätten zum touristischen Leitpfad durch die Eisleber Altstadt ein Anknüpfungspunkt sein.
Abschied von geschlossenen Strukturen
Mit dem Stadtumbau in der Altstadt wird unter der Prämisse der Schrumpfung die Perforierung der historischen Stadtstruktur akzeptiert und daraus eine Strategie entwickelt. Dies soll jedoch nur in gewissen Bereichen geschehen. Andere hingegen, wie der Markt oder die Bebauung entlang des "Lutherweges" sind zu schützen und zu erhalten. Bei dieser Problematik steht die Frage nach Maß und Umfang der Perforation und wie die Auflockerung der Strukturen im Rahmen der geltenden Satzung geregelt werden kann. Dieses Thema soll vertieft werden.
Adresse, Lagen und Projekte entwickeln
Der Stadtumbau macht einen neuen Umgang mit den Strukturen, Freiflächen und Haustypen notwendig. Konkrete Projektideen und -vorschläge können die Akzeptanz für den Stadtumbau und die damit zusammenhängenden neuen Vorstellungen und Leitbilder fördern. Dabei können sich Wohnlagen qualifizieren und neue Adressen entstehen. Das gelungene Beispiel wird dabei wichtiger als eine starre Planung.
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