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IBA in Eisleben
Unter dem Dach des Gemeinschaftswerks
LUTHERSTADTumbau will die Lutherstadt Eisleben
durch ein integriertes zivilgesellschaftliches Engagement "aus
eigener Kraft" ihren Strukturwandel vollziehen.
Auf der städtebaulich-räumlichen Ebene fokussiert
Eisleben die Konsolidierung der Innenstadt. Dies geschieht
unter der Prämisse einer gewollten und konsequenten
Perforation der Innenstadt mit dem Ziel durch "weniger,
aber bessere Häuser" eine Alternative zum suburbanen
Wohnen auf der grünen Wiese zu schaffen. In Eisleben
werden die konkreten Umbauprojekte zu urbanen Laboren,
an denen prozessbegleitend Hürden bearbeitet und
innovative Lösungen gestaltet werden. Das sind zum
Beispiel privatrechtliche Auseinandersetzungs- und Einigungsverfahren,
der Umgang mit historischer Bausubstanz, technische Innovationen,
zukunftsweisende Trägerschaftsmodelle und angepasste
planungsrechtliche Sicherungsverfahren. Arbeitsschritte:
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Moderation privatrechtlicher Einigungsprozesse |
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Innovation und Planung: Moderation von Wissenstransfer |
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Gestaltung: Erarbeitung einer Leitgestaltung für die "perforierte" Innenstadt |
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Urbane Labore: Anhand verschiedener Modellprojekte
wird die Gesamtidee in verschiedenen Facetten umgesetzt |
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Das IBA-Projekt orientiert im wesentlichen auf zwei parallel zu verfolgende Arbeitsrichtungen:
1. Als erstes geht es um Aufbau und Etablierung eines
Gemeinschaftswerkes aller beteiligten Stadtakteure im Rahmen
einer Eislebener Offensive zum Thema Wohnen in der Altstadt.
Damit wird eine entsprechende öffentliche Wahrnehmung und Akzeptanz für die notwendigen Schritte des Stadtumbaus im Bereich der Altstadt angestrebt. Mit dieser Gemeinschaftsaktion sollen alle beteiligten Akteure wie Verwaltung, Makler und Verbände, Finanzinstitute, die Handwerks- und Ingenieurkammern, soziale Träger und Vereine, Interessenten, Nutzer sowie die Eigentümer und die Wohnungsgesellschaften eingebunden werden. Im Rahmen der Gemeinschaftsaktion sind eine Vielzahl von Aktionen geplant, die den Prozess des Stadtumbaus in der Lutherstadt Eisleben öffentlich vermitteln.
2. In einer zweiten Arbeitsebene sollen konkrete Beispiele
von innerstädtischem Wohnungsbau in kleinen, realisierbaren
Haustypen im Kontext der Stadtperforierung umgesetzt werden.
Dazu wurden von der Stadt mehrere Beispielquartiere ausgewählt,
in denen in relativ kurzen Zeiträumen sichtbare Ergebnisse
zu sehen sein sollen. Die dazu notwendigen Neuordnungen
sollen im Wesentlichen als rein privatwirtschaftlicher
Prozess organisiert und abgewickelt werden. Die Beispiele
sollen über das Gemeinschaftswerk kommuniziert werden.
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