Konzeptioneller Stadtumbauplan Altstadt mit integrierter Denkmalpflege Der konzeptionelle Stadtumbauplan Altstadt mit integrierter
Denkmalpflege legt die Grundlage für einen aktiven Stadtumbauprozess,
mit dem die Lutherstadt Eisleben den demografischen und ökonomischen
Veränderungen der Gegenwart und Zukunft offensiv begegnen
will. Eine Kurskorrektur Das Stadtumbaugebiet Altstadt umfasst die historische Altstadt
und die als Bergarbeiterstadt gegründete, bis 1808 selbständige
Neustadt. Trotz guter Sanierungserfolge und erster Projekte
zu einem aktiven Stadtumbau gibt es bisher außerhalb
des Bereiches Markt, Plan und Schlossplatz nur wenige konsolidierte
und stabile Bereiche. Für einige Quartiere und Straßenzüge
muss die Entwicklungsperspektive neu formuliert werden. Hier
fehlen Bewohner, Nutzer, Kunden, Nachfragen und Inanspruchnahme
von Gebäuden oder Flächen als Bauland. Ein „weiter
wie bisher“ und die Umsetzung des städtebaulichen
Rahmenplanes aus den 1990er Jahren (der auch in seiner Fortschreibung
kaum neue Aussagen enthält) ist nicht mehr realistisch.
Für die veränderten Handlungsoptionen und Spielräume
musste ein grundsätzlich neues, auf den Rückgang
der Nutzungsdichte eingestelltes räumliches Leitbild
formuliert und mit den geltenden Maßgaben zur Denkmalpflege
in Übereinstimmung gebracht werden. Im Gegensatz zur
herkömmlichen Verfahrensweise im Sanierungsgeschehen
half hier der auf Projekte orientierte IBA-Prozess und mündete
in eine gemeinsam mit den zuständigen Denkmalbehörden
entwickelte Strategie. Herstellung von Verbindlichkeit Der konzeptionelle Stadtumbauplan Altstadt mit integrierter
Denkmalpflege wurde als informelles Planungsinstrument mit
der Bindungskraft eines städtebaulichen Entwicklungskonzeptes
(SEKo) gemäß § 171 b BauGB aufgestellt und
zielt insbesondere auf: • die
Formulierung eines mittel- und langfristig umsetzbaren räumlichen
Leitbildes für die Qualifizierung der Altstadt als zentrale
Adresse der Stadt und Region, Tourismusschwerpunkt und guter
Wohnstandort für alle Generationen durch die Anpassung
der baulich-räumlichen Angebote an die aktuelle und
zukünftige Einwohner- und Nachfragekulisse; • einen
Zeithorizont von 15 bis 20 Jahren, der bei aller Ungewissheit
zukünftiger Entwicklungen eine mutige und visionäre
Vorstellung für die Stadtentwicklung erlaubt; • eine
Steuerung der öffentlichen Investitionen durch die Formulierung
von Prioritäten und Entwicklungskorridoren; • eine
Orientierung für private Investitionen, da die Eigentümer
und Investoren verläßliche Informationen und Entwicklungsaussagen
erhalten, an die sich die Kommune mittel- und längerfristig
bindet. Planung als Prozess Das Planwerk wurde bewusst nicht als finales Dokument mit
fixen Aussagen entwickelt, sondern ist als Handbuch angelegt,
um den Konzeptcharakter zu demonstrieren. Die auf einen Prozess
und Prinzipien fokussierten Aussagen verzichten auf zu stark
detaillierte und parzellenorientierte Vorgaben. Neben den
mittel- und langfristigen Aussagen zu einem räumlichen
Leitbild stellen die städtebaulichen Prinzipien und
der Projektplan die Schnittstellen zur Umsetzung dar.  Der Stadtumbauplan Altstadt kann hier heruntergeladen
werden
(PDF, 5,5 MB). |