Umbaugebiete
Die Lutherstadt Eisleben verfolgt mit dem Stadtentwicklungskonzept
von 2001 eine klare Schrumpfungsstrategie. So wird bis zum
Jahr 2010 ein Einwohnerrückgang von 9,3 % prognostiziert.
Der Wohnungsleerstand betrug 2001 ca. 10 %, er konzentriert
sich auf den Mehrfamilienhausbestand in traditioneller Bauweise
sowie Ein- und Zweifamilienhäuser, die vor 1990 erbaut
wurden. 36 % des Wohnungsleerstandes befinden sich in industriell
errichteten Gebäuden. In ihrer Gesamtbetrachtung zur
Perspektive des Wohnungsbestandes in der Lutherstadt Eisleben
und einer ersten Abschätzung der möglichen Entwicklungspotenziele
wurden drei Stadtumbaugebiete mit vorrangiger Priorität
herausgearbeitet:
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Altstadt: hier sollen ca. 200 Wohnungen vom Markt genommen
werden. Daneben sind der Neubau bzw. Umbau von ca. 70
Wohnungen vorgesehen. |
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Raismeser Straße: der Rückbau von ca. 200 Wohnungen wird von Überlegungen begleitet, ca. 50 Wohnungen neu- bzw. umzubauen. |
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Helbraer Straße/Gerbstedter Straße: hier
wird der Rückbau von ca. 240 Wohnungen empfohlen. |
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Für die Stadtumbaugebiete wurde somit ein mittel- und
längerfristig erforderlicher Rückbau von ca. 640
dauerhaft leer stehenden Wohnungen avisiert. Zugleich sollen
Aufwertungsmaßnahmen für verbesserte Freiraum-
und Grünangebote sowie neue innerstädtische Wohnprojekte
auf den Weg gebracht werden.
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