Altstadt
gemäß Stadtentwicklungskonzept: umzustrukturierender
Stadtteil mit vorrangiger Priorität
Das Umbaugebiet Altstadt beinhaltet im wesentlichen die
eigentliche histo-rische Altstadt mit den Vorstädten
Nicolaiviertel, Petriviertel, der Freistraße und
Nussbreite sowie die Bergarbeitergebäude- und siedlungen
aus den Jahren 1820–1950. Hinzu kommt die Neustadt im
Westen mit dem Annen-viertel als Bergarbeiterstadt aus
dem 16. Jh., die seit 1808 zu Eisleben gehört. Das
Umbaugebiet Altstadt schließt das förmlich festgelegte
Sanie-rungsgebiet sowie ein Denkmalschutzgebiet mit zahlreichen
Einzeldenkmalen ein. Hierzu gehören die von der UNESCO
als Weltkulturerbe geführten Lutherstätten (Geburts-
und Sterbehaus von Martin Luther).
Mit dem Blick auf den Sanierungsstand der Wohngebäude,
die gehäuften Leerstände in bestimmten Straßenzügen,
aber auch die historische Bedeutung und Zentralität
der Altstadt soll hier zukünftig auch der Schwerpunkt
des Stadtumbaus in der Lutherstadt Eisleben liegen.
Deshalb wurde auch ein neues Leitbild für die zukünftige
städtebauliche Entwicklung des Umbaugebietes Altstadt
formuliert. Es zielt u.a. auf folgende Schwerpunkte:
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Schaffung einer "Visitenkarte Altstadt"
mit einer Luthermeile |
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Entwicklung eines "Grünen
Altstadtrings" zur Vernetzung vorhandener Grünräume
mit neuen Freiflächen auf Umbaustandorten |
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Entwicklung kleinteiliger möglichst
eigentumsfähiger Wohnprojekte im Bestand und auf
Brach- bzw. Umbauflächen. |
Im Rahmen eines aktiven Stadtumbaus muss in der Lutherstadt
Eisleben das Wohnen in der Altstadt in vorwiegend privaten
und kleinteiligen Gebäuden zur Miete oder in selbst
genutztem Eigentum wieder salonfähig, attraktiv und
wirtschaftlich tragbar werden.
Der Trend geht zu kleinteiligen und überschaubaren
Wohnformen – Hier kann man in Eisleben an den städtebaulichen
Maßstab der zwei- bis drei-geschossigen Altstadtquartiere
und die Gebäudetypologie der Stadtvillen, Stadthäuser
und Bergarbeitersiedlungen in einer aufgelockerten und
modernisierten Form anknüpfen.
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