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Weltkulturerbe
Stadtgraben
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Stadtgraben

Lageplan

Nahtstelle Stadtgraben
Konzept und Umsetzung

Der südliche Teil der Altstadt und insbesondere die Wohnlagen in unmittel-barer Nachbarschaft zum Stadtgraben oder entlang der Bösen Sieben (das ist ein offener Flusslauf) werden von den ansässigen Bewohnern und Bau-willigen zunehmend geschätzt. Zugleich finden sich hier seit langem Bau-lücken/leer stehende Gebäude in markanter städtebaulicher Position (Rammtorstraße) oder von besonderer historischer Bedeutung (Umfeld Petrikirche), für die bis dato keine Interessenten oder Nutzungsnachfragen verzeichnet werden konnten. Im Rahmen eines aktiven Stadtumbaus (mögliche Förderung von Abbrüchen und Aufwertung von Grundstücken) soll dieser “Status quo” verändert werden.

Mit der Idee zu einem “Grünen Altstadtring” wurden deshalb in Abstimmung mit den Eigentümern einige Grundstücke an der Nahtstelle zwischen dem Stadtgraben und der Altstadtbebauung genauer untersucht werden. Dies betraf insbesondere das Denkmalobjekt Petristraße 9 im Eigentum der Wohnungsbaugesellschaft der Lutherstadt Eisleben, das Gebäude auf dem Grundstück Rammtorstraße 16, für das die Lutherstadt Eisleben als Eigentümerin einen Abbruchantrag gestellt hat sowie die brachliegenden Grundstücke Rammtor-straße 12-15 in privatem Eigentum.

Als Variante sollte der Erhalt des denkmalwürdigen Teils der Petristraße 9 geprüft sowie der Abriss des Gebäudes Rammtorstr. 16 im Sinne einer Erweiterung des Stadtgrabens untersucht werden. Dabei ging es um drei zentrale Fragen:

Welche (ggf. auch temporäre) Gestaltung erfahren die ehemals bebauten Grundstücksflächen?
Was ist im Falle eines prominenten Denkmals das verträgliche “Rück- und Umbaumaß”?
Welche Nutzungsoptionen und Gebäudetypen sind perspektivisch für die betroffenen Grundstücksflächen in ihrer konkreten Lage an der Nahtstelle zwischen der dicht bebauten historischen Altstadt und dem Grünbereich am Stadtgraben denkbar?

Im Ergebnis des Workshops im November 2003 wurde das Landschafts-architekturbüro Därr aus Halle/Saale von der Lutherstadt Eisleben mit der Vorplanung für den Bereich Rammtorstraße 12–16 beauftragt. Der Entwurf für die ggf. temporäre Nutzung dieser Grundstücke als öffentlich nutzbare Grünbereiche wurde im Jahr 2005 im Rahmen des Stadtumbau-Ost Programmbereich Aufwertung von Stadtteilen/Stadtquartieren umgesetzt. Nach der Aufstellung der 3. Roten Tür im Altstadtgebiet am 13.09.2005 wurde die Grünanlage im November 2005 fertig gestellt:

Sie steht in enger Beziehung zum öffentlichen Grünzug Stadtgraben. Die Stadtmauer wurde bis zur Straße verlängert und markiert auf diese Weise wieder ein Tor zur Altstadt. Im Falle einer künftigen Nachfrage könnten die Grundstücke entsprechend der Stadtumbaustrategie der Lutherstadt Eisleben, brach liegende Flächen durch Zwischennutzungen zu beleben, auch wieder bebaut werden.

 








Links
Situationsfotos Oktober 2003
Modellfotos 2004

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