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Weltkulturerbe
Stadtgraben
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Lageplan

Adresse Weltkulturerbe

Das Luthergeburtshausensemble, bestehend aus dem Geburtshaus Martin Luthers und der 1819 eingeweihten Lutherarmenschule, gehört ebenso wie das Sterbehaus des Reformators zum Weltkulturerbe der UNESCO. In unmittelbarem Anschluss an das Ensemble befanden sich 2003 Grundstücke, die entweder kaum genutzt und ungeordnet waren oder eine Altbebauung in einem desolaten baulichen Zustand aufweisen. Die Bestandsgebäude bedurften dringend einer umfangreichen Sanierung.

Diese Situation nahm die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt zum Anlass, um eine umfassende Neukonzeption für das Geburtshaus-ensemble zu entwickeln. Zur Disposition stand sowohl die Organisation der Gebäude als auch die Präsentation der Dauerausstellung. Unter Einbezie-hung der benachbarten Grundstücke sollte der Weltkulturerbebereich um ein neu zu errichtendes Besucherzentrum ergänzt werden, das räumlich und funktional in das Ensemble zu integrieren war. Im Besucherzentrum sollen Einzelbesucher und Besuchergruppen empfangen und betreut werden, um einen optimal ausgestatteten Anlaufort für die Besucher schaffen. Aus dem bis dahin zu wenig augenfälligen Geburtshausensemble sollte eine "Adresse Weltkulturerbe" im ganz konkreten und zugleich übertragenen Sinne werden, die mit den weiteren touristischen Offerten in der Stadt und der Region verknüpft wird.

Dem Projekt "Adresse Weltkulturerbe" kommt aber auch eine hohe Bedeutung im Stadtumbau der Lutherstadt Eisleben zu. Es gehört zu den ersten Realisierungsbausteinen im Stadtumbaugebiet Altstadt und trug mit dazu bei, das die Lutherstadt Eisleben mit ihrem Stadtumbaukonzept als Partnerstadt der Internationalen Bauaustellung IBA Stadtumbau 2010 des Landes Sachsen-Anhalt aufgenommen wurde. Daher beteiligten sich auch die IBA Stadtumbau 2010 und die Lutherstadt Eisleben unterstützend an der Durchführung eines Auswahlverfahrens nach VOF, im Zuge dessen die Stiftung Luthergedenkstätten im Jahr Herbst 2004 ein Architekturbüro zur Umsetzung ihrer Neukonzeption suchte. Es galt, die anspruchs-volle Aufgabe zu meistern, einen zeitgemäßen Neubau sensibel in das denkmalgeschützte Ensemble und die Umgebung der historischen Altstadt einzufügen.

Im Rahmen des VOF-Verfahrens konnte sich das Architekturbüro Springer Architekten aus Berlin qualifizieren. Das Entwurfskonzept sah zwischen dem Luthergeburtshaus und der Armenschule einen zweigeschossigen Verbindungsbau vor, der einen zusammenhängenden Rundgang durch die in den drei Gebäuden untergebrachten Ausstellungsflächen ermöglicht. Jenseits der Seminarstraße war der Neubau des Besucherzentrums angeordnet, der die Raumkanten der Halleschen Straße aufnimmt. Als Verweil- und Sammlungszone für Besucher(-gruppen) dient eine Freifläche in der Seminarstraße.

Mit der Aufstellung einer Roten Tür und einem 1. Spatenstich wurde am 12.05.2005 mit den Baumaßnahmen begonnen.

Am 29.08.2006 wurde Richtfest gefeiert und am 09.03.2007 konnten Gebäude und Dauerausstellung feierlich eröffnet werden:


Innenhof mit Geburtshaus (rechts), neuem Ausstellungsgebäude (mitte) und Lutherarmenschule (links)

Besucherzentrum Ecke Hallesche/Seminarsrtraße (links)
Ausstellungsraum im Neubau (rechts)

Fotos: © www.photographiedepot.de

 








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Situationsfotos Oktober 2003