Stadtterrassen
Konzept
Das IBA-Projekt "Stadtterrassen" wurde auf einem Konzeptworkshop des
Gemeinschaftswerkes LUTHERSTADTumbau entwickelt, der am 21./22.06.2006
zu drei Umbaustandorten im Stadtumbaugebiet Altstadt durchgeführt
wurde.
Unter dem Motto "Städtebauliche
Konturen für eine kontrollierte Perforation" sollten
Vorschläge
zum Umbau eines durch leerstehende und verfallende Gebäude,
verwildernde Freiflächen und eine hohe Verkehrsbelastung
ge-kennzeichneten Stadtraumes an der Sangerhäuser Straße
erarbeitet werden. Bei Verzicht auf
nicht mehr haltbare Gebäudesubstanz
waren den-noch die überlieferten städtebaulichen
Konturen angemessen fortzuschrei-ben. Außerdem sollte
durch den betreffenden Bereich eine attraktive fußläufige
Verbindung für den künftigen "Lutherweg
Eisleben" hinauf zur Kirche St. Annen gefunden
werden.
Situation
2006
Die Idee des Entwurfsteams zielte auf die Aufweitung
und Neugestaltung der historisch bedingten Engstelle (ehemaliger
Torstandort) am Übergang zwischen historischer Altstadt
und frühneuzeitlicher
Neustadt. Auf der Nordseite der Sangerhäuser Straße sollte
eine qualifizierte Grünfläche entstehen. Für
die Südseite
wurde angesichts des starken Verkehrsauf-kommens
eine gewerbliche Nutzung vorgeschlagen, die vom Stellplatzangebot
im Quartier profitieren könnte. 
Der Kerngedanke war die Schaffung der "Stadtterrassen",
einer repräsen-tativen
und einladenden Freifläche nördlich der Sangerhäuser
Straße. Die "Stadtterrassen" bieten qualifizierte
Freiräume für die Anwohner und führen den "Lutherweg
Eisleben" mit seinem hier zu verortenden Thema "Luther und die Protestanten"
vom Stadtzentrum kommend als hochwertige Grünverbindung
mit Ausblicken auf die Altstadt fort.

Umsetzung
Mit der Umsetzung des Workshop-Ergebnisses wurde umgehend
begonnen. 2006 wurden durch die Stadtverwaltung Abstimmungen
mit den Eigentümern geführt und die betreffenden
Grundstücke
zum Teil erworben. 2007 wurden die baufälligen Gebäude
abgebrochen und die Flächen durch Beräumung für
die Neugestaltung vorbereitet
Rückbau
und Situation 2007.
Ferner wurde das Landschaftsarchitekturbüro
lohrer hochrein aus Magdeburg mit der Weiterentwicklung der
Entwurfsidee betraut Vorplanung
2007.
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